Trekkingabenteuer in Lappland
Es war einst der Wohnraum der Sami, die als Nomaden den Herden ihrer Rentiere folgten. Auch heute noch ist die Rentierzucht in Norwegen und Schweden nur Angehörigen des Sami-Volkes erlaubt. Auch wenn es nur noch wenige sind und sie ihren Herden nicht mehr im Rentierschlitten folgen, sonder motorisiert mit Schneemobil und Hubschrauber.
Der Sarek Nationalpark ist der größte Nationalpark Schwedens und liegt vollständig im Gebiet der Rentierzüchter. Wer hierher kommt, ist ganz auf sich alleine gestellt und muss mit dem auskommen, was er im Rucksack bei sich hat. Es gibt keinen Straßenzugang und man kann den Sarek nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber erreichen. Im Park selber findet man keine Wege, keine Pfade, keine Markierungen, keine Hütten oder Verpflegungsstationen, keine Strommasten und kein Funknetz.
Nach Kvikkjokk läuft man zuerst einen halben Tag den Kungsleden entlang, ein Fernwanderweg der in nord-süd Richtung durch den schwedischen Fjäll führt. Hier gibt es noch richtige Pfade und Markierungen und wir treffen hin und wieder auf andere Trekker. Ein oder zweimal kommen uns Menschen entgegen, die einen intensiven „Duft“ mit sich ziehen. Ausgemergelte, ungewaschene Gestalten, mit müdem Blick und Rentiergeweihen auf dem Rucksack. „Ah – die kommen aus dem Sarek“ denken wir und wissen, in ein paar Tagen sehen wir auch so aus. Nach etwa 4 Stunden verlassen wir den Pfad und schreiten in die Wildnis hinein. Nach weiteren 4 Stunden erreichen wir die Grenze zum Nationalpark. Das erkennen wir natürlich nur auf der Karte, im Gelände deutet nichts darauf hin.



