Der Reiseführer lobt Ubud als kulturelles und spirituelles Zentrum von Bali. Hier, 30 Kilometer nördlich von Denpassar, werden noch alte Kunsthandwerke gepflegt wie Malereien, Batiken und Holzschnitzereien um dann gewinnbringend an gut zahlende Touristen verkauft zu werden. Am Anfang empfanden wir die Stadt nur hektisch, voll und marktschreierisch. Eigentlich wollten wir nur zwei Tage bleiben, doch dann wurden vier daraus. Und es hätten gerne mehr sein können, bei weitem haben wir nicht alles entdeckt, was es hier zu sehen und erleben gibt. Kaum jemand kann sich dem Zauber der Stadt und seiner Umgebung entziehen, selbst bei kritischem Blick ob der vielen Touristen (oft Tagestouristen aus Kuta und Sanur) und der vielen kommerziellen Angebote.

Wenn man durch die Straßen von Ubud streift, fallen gleich die vielen Galerien und Kunsthandwerker auf. Auch reihen sich gemütliche Cafés an duftende Restaurants, dazwischen Backpackerunterkünfte und kleine Hotels. Man kommt an vielen Tempeln vorbei, größere, die allen Gläubigen offen stehen und kleinen Haustempeln, die wirklich in jedem Haus anzutreffen sind.

Besonders begeistert hat uns der Markt, der jeden Morgen ab 5 Uhr stattfindet. Angeboten werden Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Gewürze und viele andere exotische Dinge die für den alltäglichen Bedarf benötigt werden. Es wird gehandelt, gefeilscht und verkauft und gekauft. Um 8 Uhr, wenn die meisten Touristen noch schlafen, wird schon wieder eingeräumt und der Platz freigegeben für dutzende Souvenierstände mit Angeboten aus den Werkstätten der Umgebung aber auch mit Billigschund aus China.

In der näheren Umgebung von Ubud liegen wunderschön angelegte Reisterassen die man leicht mit einem Roller besuchen kann. Wenn man es aus dem chaotischen Verkehr der Stadt herausgeschafft hat, findet man nur wenige Kilometer dahinter Ruhe und Entspannung.

All images © Rolf Binder