Europas wilder Osten

Mit dem Fahrrad durch Rumänien

Eines vorneweg:

hätten wir vorher gewusst, mit welchen körperlichen Strapazen diese Tour verbunden ist, hätten wir wahrscheinlich gezweifelt, ob wir es schaffen würden. Die Route haben wir grob auf maps geplant, ohne zu bedenken, dass Straßen in Rumänien nicht unbedingt westlichem Standard entsprechen. Jetzt wissen wir, dass Schotterpiste nicht gleich Schotterpiste ist und anhaltender Regen auch mal für knietiefen Schlamm sorgen kann. Andererseits haben unsere Erlebnisse im Südwesten Rumäniens uns voll für die Mühen belohnt.

 

Gleich die ersten Tage sollten uns alle unsere Kraft und Entschlossenheit abverlangen. Tagelanger Regen haben die Straße in eine Schlammpiste verwandelt. Immer wieder mussten wir absteigen und schieben. Die Schutzbleche hatten wir schon gleich abmontiert, der Schlamm ist darunter festgeklebt und die Räder haben sich gar nicht mehr gedreht.

Die Fahrradtour war als Rundweg geplant. Im Zentrum Rumäniens sind wir gestartet, haben die Südkarpaten überquert und durch das Banater Bergland erreichten wir bei Moldova Veche die Donau. Dieser folgten wir flussabwärts bis nach Orsova, von wo wir dann wieder ins Landesinnere fuhren über die Nationalparks Valea Cernei und Retezat. Nach 12 Tagen und fast 1.000 Kilometern erreichten wir wieder Heltau, das Ziel unserer Fahrrad-Reise.

All images © Rolf Binder