Auf Bali wird einem Musik immer wieder begegnen. Allermeistens in Form von traditioneller Gamelan-Musik, sie wird überall und zu jedem Anlass gespielt. Fast jedes Dorf hat ein Gamelan-Orchester, zu den Instrumenten gehören unter anderem Blechintstrumente wie Klangschalen, Trommeln und Gongs, aber auch Xylophone, Flöten und Angklungs dazu. Ein Orchester besteht nicht nur aus den Musikern, sondern auch aus Tänzer und Sänger.
Viele Tänze haben religiösen Hintergrund, sie begleiten religiöse Zeremonien und Feste. Es gibt allerdings auch weltliche Tänze, die nur die Aufgabe haben, die Zuschauer zu erfreuen.
Schon mit 5 Jahren fangen Mädchen mit Tanzuntericht an, wobei niemals das Tanzen an sich gelernt wird, sondern immer je ein bestimmter Tanz. Dabei hat jede Schrittfolge, jede Fingerbewegung, jedes Augenrollen eine eigene, vorgeschriebene Bedeutung.
Der wahrscheinlich bekannteste unter ihnen ist der Legong-Tanz, ein noch sehr junger balinesischer Tanz der im 19. Jahrhundert an den balinesischen Fürstenhöfen entstand. Er ist mehr ein Tanztheater als ein reiner Tanz und erzählt die Geschichte der Prinzessin Rangkerasi aus dem Königreich Daha die sich verirrt hatte und vom König Prabu Lasem aufgenommen wurde.
Der Legong ist einer der graziösesten und anmutigsten unter den Tänzen Balis und wird auch Tanz der göttlichen Nymphen genannt. Jede Pose, jede Bewegung und jeder Lidschlag ist genau einstudiert, so dass die Darsteller sehr geübt sein müssen.

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