Wandern in Rumäniens Karpaten

 

Das Zibinsgebirge ist Teil der Südkarpaten und der höchste Gipfel, der Cindrel liegt auf 2.244 Meter über dem Meeresspiegel.

Wir starten unsere 5-tägige Wanderung im Dorf Zood, ein rumänisches Hirtendorf am gleichnamigen Fluss, in der Nähe von Hermannstadt gelegen. Der erste, steile Anstieg führt uns durch Laubwald, weiter oben dann Fichtenwald zum Gipfel Prejba. Auf über 2000 Meter Höhe gelegen, ist man jetzt schon oberhalb der Baumgrenze und die Temperaturen sind im einstelligen Plusbereich. Unsere Rucksäcke sind sehr schwer, wir müssen Zeltausrüstung und Verpflegung mitschleppen, es gibt auf dieser Strecke keine Unterkünfte. Nicht viele wandern in diesen Bergen, die sehr abseits gelegen sind. Hin und wieder treffen wir auf Hirten. Vor deren Hunden haben wir großen Respekt – es geht alles gut.

Noch können wir einer Markierung folgen, ein roter Balken in einem weißen Viereck, doch sie verliert sich immer wieder und am zweiten tag ist sie ganz weg. Solange kein Nebel aufkommt ist die Orientierung aber durchaus machbar. Wir zelten am späten Nachmittag an einem kleinen Bach und kochen Pfifferlinge, die wir tagsüber in sammeln. anders als in Deutschland hat es in diesem Sommer in Rumänien sehr viel geregnet, was das Wachstum der Pilze begünstigt hat. Auch Heidelbeeren gibt es in Mengen, wir essen zum Frühstück mit Haferflocken, oder zwischendurch am Wegrand. Sie schmecken herrlich!

Wir überqueren eine Reihe von Gipfeln, Sterpu, (2.142 m) Negovanul Mare, (2.135 m) Steflesti, (2.241 M) und wechseln im Steflesti-Sattel die Talseite und gehen in der entgegengesetzten Richtung weiter.

Durch den vielen Regen ist das Gelände ziemlich feucht und matschig, zudem geht es immer hoch und runter. Die Wanderung ist durchaus anspruchsvoll, bedingt auch durch die schweren Rucksäcke. Wir kommen aber gut vorwärts und genießen die Zeit. Am dritten Tag erreichen wir den Cindrel, mit 2.244 Metern der höchste Gipfel im Gebirgsmassiv. Der Gipfel ist unspektakulär, umso schöner die beiden Seen in seiner Nähe, der Große und der Kleine Jezersee.

Nach einer weiteren Übernachtung ist es nun nicht mehr weit bis zur Hohen Rinne, ein Luftkurort bei Hermannstadt, wo unsere Wanderung zu Ende geht.

© all images Rolf Binder

Schlammschlacht

Eines vorneweg: hätten wir vorher gewusst, mit welchen körperlichen Strapazen diese Tour verbunden ist, hätten wir wahrscheinlich gezweifelt, ob wir es schaffen würden. Die Route haben wir grob auf maps geplant, ohne zu bedenken, dass Straßen in Rumänien nicht...

Gib´s hier auch Bären?

Ja, gibt es... ...und zwar eine ganze Menge! Aber Meister Petz hat uns nicht davor abgehalten, Rumänien mit dem Fahrrad zu bereisen. Mehr Gedanken haben wir uns über die Hirtenhunde gemacht, denen mann in den Bergen überall bei den Schafherden begegnet. Die können...