Burj Khalifa - Dubai

Nach den Sternen greifen...

Mehr Dubai geht nicht

Es ist das höchste Ding, dass Menschen je gebaut haben. Und das ist noch nicht mal der einzige Weltrekord den der Wolkenkratzer hält. Höchstes frei stehendes Gebäude, schnellste Aufzüge, höchstes Restaurant, höchster Wohnbereich, es gibt noch etlich Maximen mit denen man den Burj ganz offiziell bennen darf.

Dabei wäre seine Erschaffung fast vorzeitig gescheitert. Die internationale Finanzkrise ging nicht spurlos an Dubai vorüber und kurz vor der Fertigstellung ging seinen Erbauern das Geld aus. Finanzielle Hilfe in Milliardenhöhe kam aus dem Nachbaremirat Abu Dhabi. Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan, Sohn des Staatsgründers Zayed, Herrscher von Abu Dhabi und Staatsoberhaupt der Vereinigten Arabischen Emirate sorgte persönlich mit seinem Privatvermögen für die Fertigstellung und rechtzeitige Eröffnung. Jetzt heißt das Weltwunder nicht wie geplant Burj Dubai, sondern nach dem großzügigen Geldgeber: Burj Khalifa

Schlange beim Eintritt

Will man zur Besucherplattform (und das will man, wenn man schon mal in Dubai verweilt), muss man erst einmal eine Weile anstehen. Der Eingang zur Besucherplattform befindet sich in einem anderen Gebäude das in seinem Bereich alle Superlativen sprengt, der Dubai Mall. Der Ansturm der Touristen ist groß und es empfielt sich dringend, die Eintrittskarten vorab über´s Internet zu buchen. Am einfachsten geht das gleich über die Internetseite Burj Khalifa.

Hat man die Sicherheitskontrolle hinter sich gebracht, geht es in 60 Sekunden von 0 bis zum 124. Stock. Es ist erstaunlich, wie wenig man davon mitbekommt. Nur ein leichtes Knacken in den Ohren weist auf eine Druckänderung hin. Dann öffnet sich die Fahrstuhltür, ohne das der Körper das Abbremsen der 10 Meter pro Sekunde wahrnimmt. Das erste was man sieht wenn man unweigerlich nach oben schaut ist – der Turm geht ja noch weiter. Noch viel weiter. Man ist erst auf der 124. von über 200 Etagen. Eine silbern schimmernde Fassade ragt noch über 340 Meter in die Höhe.

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828 Meter Stahl, Beton und Glas

Die Aussicht von der Besucherplatform ist überraschend unspektakulär. Selten hat man klare Sicht und so verschwinden die anderen Sehenswürdigkeiten tagsüber hinter Staub und Dampf. Am Interessantesten ist der Menschenmix aus aller Welt und die Art und Weise, wie jeder versucht die einzigartige Erfahrung zu verarbeiten.

Von unten erscheint der Turm einfach nur mächtig. Das Auge verliert sich auf dem Blick nach oben an der glänzenden Fassade aus Glas und die Kamera versucht vergeblich, einen vernünftigen Ausschnitt zu finden, um das ganze Gebäude einzufangen. Und wenn es dann doch gelingt, verrät das Bild die wahre Größe in keinster Weise. Von weitem betrachtet ragt die Nadel weit über die Skyline hinaus und erscheint am Horizont wie eine Fata Morgana in der Wüste.

Wenn es dunkel wird, kleidet sich der Burj Khalifa in ein buntes Kleid aus abertausenden von Lichtern, die im Einklang zu Musik die Farben wechseln. Ein Schauspiel, dem sich wohl niemand entzehen kann.

 

All images © Rolf Binder