Endlich mal wieder ein verregnetes Wochenende, möchte man fast sagen. Zeit um Bilder zu sichten, sortieren, liegen gebliebene Schreibarbeiten erledigen und endlich mal wieder einen Beitrag hier posten. Nach dem herrlichen Wetter der vergangenen Wochen, wo jede freie Minute draußen verbracht wurde. Beim Paddeln, Wandern, Klettern, Radfahren oder auch mal nur im Garten bis spät in die Nacht am Lagerfeuer sitzen sind die letzten Wochen wie im Flug vergangen. Und der Sommer ist ja noch nicht zu Ende!

Ein Wochenende haben wir an der Altmühl verbracht, dieser schöne, gemächlich fließende Fluß in Franken, der sich durch eine wunderschöne Landschaft schlängelt. Einstieg in Treuchtlingen, ein verschlafenes Städtchen unterhalb vom Altmühlsee. Schnell verstauen wir Zelt, Ausrüstung und Gepäck in den Luken und dann kann es losgehen. Es ist warm, ein paar Spritzer mit dem Paddel sorgen für eine willkommene Abkühlung. Die Altmühl führt auch weniger Wasser, wie alle Flüsse in diesem Sommer. Doch es reicht gut und an vielen Stellen kann man toll baden. Über Pappenheim paddeln wir bis Solnhofen, wo wir bei einer alten Mühle zelten. Wir waren schon öfter hier, der Zeltplatz ist eine schöne Wiese auf einer Insel in der Altmühl.

Am nächsten Morgen geht´s weiter. Eine Strecke von 27 Flusskilometern bis Eichstätt steht uns bevor, wir müssen zeitig los. Die Enten und Schwäne sind ständige Begleiter auf der Tour über den gemächlich dahinfließenden Fluss. Die Altmühl gilt als einer der langsamsten Flüsse Europas und ist  in der Tat der langsamste Fluss Deutschlands. Die Landschaft, an der man entlanggleitet, entschädigt aber für die langsame Fahrt. Wälder, Felsen, Wiesen und verschlafene Dörfer liegen am Weg, Enten und Schwäne sind ständige Begleiter auf der Tour. Die Universitätsstadt Eichstätt erreichen wir am späten Nachmittag. Die Kids bleiben bei den Booten, ich steige in den Zug und fahre die Strecke in einer halben Stunde wieder zurück um das Auto nachzuholen.

All images © Rolf Binder